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>> Gartenhäuser >> Holzbau Bauen mit Holz Gutachten bestätigt: Blockhäuser werden hundert Jahre altBauen mit Holz in seiner reinsten FormBauen mit Holz liegt voll im Trend. Am Einfamilienhausbau, der traditionell die Stütze des Wohnungsbaumarktes darstellt, verzeichnen Holzhäuser einen wachsenden Anteil. Speziell Blockhäusern mit Güteschutz bestätigt ein Gutachten eine Lebensdauer von mindestens 100 Jahren. Dennoch gibt es weit verbreitete Vorbehalte; deren kleinster gemeinsame Nenner lautet "mangelnde Massivität". Was hat es damit auf sich? Bauen - ja! Aber bitte ökologisch einwandfrei, wohngesund und mit Rücksicht auf die natürlichen Ressourcen - so denken immer mehr Bauinteressenten. Immer öfter wird vor diesem Hintergrund der Bau eines Holzhauses in Erwägung gezogen. Holz liegt als nachwachsender Rohstoff aus der Natur voll im Trend. Einer Studie des Roland Berger Forschungsinstituts zufolge können sich 70 Prozent aller Baufamilien vorstellen, in einem Holzhaus zu wohnen. Wintergarten Wintergarden BewertungIm Gespräch mit ihrem Finanzierungsberater müssen die angehenden Bauherren freilich ihre Entscheidung häufig kritisch hinterfragen lassen. Die häufigsten Befürchtungen:
Kurzum: Bauqualität, Wärmeschutz, Schallschutz und nicht zuletzt der Brandschutz würden bei einem Holzhaus zu wünschen übrig lassen, es sei einfach nicht "massiv" genug. Die Herkunft dieser Vorurteile ist schwer nachzuvollziehen, hat aber möglicherweise ihren Ursprung bei den leidgeprüften Bewohnern der aus Holz errichteten so genannten Behelfsheime, mit denen die Wohnungsnot nach den Bombennächten der zweiten Weltkriegs fürs Erste gelindert werden sollte. Noch bis weit in die 50er Jahre hinein mussten deren Bewohner ein wahrhaftiges Barackenklima ertragen. In anderen Länder bewertet man das Bauen mit Holz hingegen unbefangen positiv. Bei unseren skandinavischen Nachbarn wie auch in den Alpenländern ist der Bau von Holzhäusern tief verwurzelt. Holzbauten, wie etwa die mehrhundertjährigen Stabkirchen oder hoch gelegene Berghütten, legen ein beredtes Zeugnis für die Dauerhaftigkeit auch bei rauem Klima ab. Welche Faktoren bestimmen überhaupt die Werterhaltung und Lebensdauer eines Hauses? Neben der fehlerfreien Planung und der Ausführungsqualität des Neubaus sind dies die Dauerhaftigkeit der einzelnen Bauteile, Umwelteinflüsse sowie die regelmäßige Pflege und Instandhaltung des Bauwerks. Welche Bauteile sind besonders gefährdet?Objektive Auskünfte über tatsächlich eingetretenen Verschleiß von Bauteilen erteilt der "Dritte Bericht über Schäden an Gebäuden", kurz "Bauschadensbericht", 1996 vorgelegt vom Bundesbauministerium. Schadensschwerpunkte bei älteren Ein- und Zweifamilienhäusern sind demzufolge Dächer, erdberührte Bauteile (Keller) sowie die Außenwände (Verblendschalen, Putz, Sichtmauerwerk). Eine Vielzahl von Sanierungsmaßnahmen wurde nötig, weil zuvor "Modernisierungen" wie Einbau neuer, dichterer Fenster, Dachgeschossausbau, nachträgliche Wärmeschutzmaßnahmen oder ein nachträglicher Badeinbau unsachgemäß ausgeführt worden waren und die bauphysikalischen Bedingungen zum Ungünstigen verändert hatten. Da bei Kellern und Dächern, aber auch Fenstern und Türen keine Unterschiede zwischen einem konventionellen Massivhaus und einem Holzhaus bestehen, sind diese Bauteile in einer Vergleichsbetrachtung somit "neutral" zu bewerten - es gibt keinen Unterschied in der voraussichtlichen Lebensdauer. Fassaden aus Massivholz, wie sie für Blockhäuser typisch sind, brauchen zur Erhaltung ihres Erscheinungsbildes lediglich einen Wetterschutzanstrich, der von Zeit zu Zeit zu erneuern ist. Der finanzielle Aufwand hierfür ist überschaubar. Auch bei zunehmender Lebensdauer bleibt dieser Pflegeaufwand gleich. Bei der Langzeitbewertung von Holzhäusern ist die genaue Bauweise von Belang. Neben dem traditionellen Fachwerk sind dies
Die ausgeprägteste Variante, mit Holz zu bauen, stellen Blockhäuser dar. Die Ursprünge dieser Bauweise lassen sich in Mitteleuropa bis in die Bronzezeit zurück verfolgen. Eine spezielle Normung gibt es nicht, weil Blockbauten als bewährte Bauweise gelten. Welche Standsicherheits- und Brandschutznachweise erbracht werden müssen, regeln die Landesbauordnungen der einzelnen Bundesländer. Einfamilienhäuser aus Holz dürfen im Rahmen der örtlich geltenden Vorschriften in jedem normalen Baugebiet errichtet werden. Die Anforderungen an den Brandschutz sind in den Landesbauordnungen ähnlich, jedoch im Detail verschieden geregelt. Bauqualität und LebensdauerEin Verweis auf bloße Erfahrungswerte bei der Langzeitbewährung stellt Baufinanzierer, Gebäudeversicherer und Bauherren logischerweise nicht zufrieden - gefragt sind nachprüfbare Sicherheiten. Qualitätsbewusste Blockhausanbieter haben sich daher zur Gütegemeinschaft Blockhausbau e.V. zusammengeschlossen. Die Mitglieder dieser Gütegemeinschaft unterwerfen sich einer regelmäßigen Eigen- und Fremdüberwachung nach den strengen Kriterien des RAL (Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung). Die Richtlinien des Güteschutzes legen einen hohen Standard für die organisatorische Abwicklung und die technische Qualität bei der Herstellung und Montage von Blockhäusern fest. Nur Firmen, die eine Erstprüfung durch unabhängige Sachverständige und die regelmäßigen Wiederholungsprüfungen bestehen, dürfen das "RAL-Gütezeichen Blockhausbau" führen. Dass die in den Güteschutzbestimmungen beschriebene Bauweise eine lange Lebensdauer der Blockhäuser sicherstellt, wurde durch ein Gutachten des ÖHFI - Österreichisches Holzforschungsinstitut der Österreichischen Gesellschaft für Holzforschung - bestätigt: "Unter der Voraussetzung einer ordnungsgemäßen Instandhaltung des Bauwerkes durch den Benützer erscheint eine Lebensdauer der deutschen Blockhäuser von mindestens 100 Jahren gewährleistet." Vorrangig: der FeuchteschutzDie wichtigsten Kriterien für die Langzeitbewährung eines Blockhauses sind die Auswahl des geeigneten Holzes und der Feuchteschutz. Die Gütebestimmungen legen fest, welche genormten Holzarten zu verwenden sind. Hauptanforderung ist die Holzfeuchte; sie darf 18 Prozent nicht überschreiten. Der Grund: Trockenes Holz mit einem Feuchtegehalt von weniger als 20 Prozent wird weder von Insekten noch von Pilzen besiedelt. Für den Blockhausbau bestimmtes Holz wird technisch "auf den Punkt" getrocknet und braucht nicht mit chemischen Holzschutzmitteln behandelt zu werden, da die Holzschutznormung Wände aus Blockbohlen der so genannten Gefährdungsklasse 0 zuordnet. Im weiteren Verlauf kommt es darauf an, dass das Holz bei der Verarbeitung im Herstellerwerk, beim Transport und auf der Baustelle vor Nässe geschützt wird, wobei ein kurzer Regenguss noch keine Nachteile bringt. Die Güte- und Prüfbestimmungen der Gütegemeinschaft Blockhausbau e.V. enthalten genaue Regeln, auf welche Weise die Wandkonstruktionen sicher vor dem Eindringen von Feuchtigkeit geschützt werden. Zwei- oder dreifache Nut- und Federausbildungen und eingelegte, elastische Dichtungsbänder gewährleisten, dass die Blockbohlen passgenau zu einer schlagregen- und winddichten Wand zusammengefügt werden. Dass die Anschlussdetails von Türen und Fenstern sorgfältig dicht ausgeführt müssen, dass in Bädern und Küchen Wandflächen im Spritzwasserbereich durch Verfliesung geschützt werden, ist eine Forderung, die sich für Blockhäuser nicht anders stellt als für alle anderen Häuser auch. Vorbildlich: das RaumklimaModerne Blockhäuser bieten im positiven Sinne das genaue Gegenteil von dem sprichwörtlichen "Barackenklima". Holz hat eine sehr geringe Wärmeleitfähigkeit, was wohl jeder bestätigen kann, der je einen hölzernen Kochlöffel in der Hand gehabt hat. Massive Vollblockwände bewirken daher einen guten Wärmeschutz; in Verbindung mit einer zusätzlichen Dämmstoffschicht erreichen viele Wandkonstruktionen das Dämmniveau von Niedrigenergiehäusern. Da sich eine Holzoberfläche stets warm anfühlt, stellt sich in einem Blockhaus bereits bei verhältnismäßig niedriger Raumtemperatur Behaglichkeit ein, und es braucht weniger geheizt zu werden. Die natürliche Diffusionsfähigkeit von Holz bewirkt, dass auch die Luftfeuchtigkeit stets ausgeglichen bleibt; Feuchtespitzen werden abgepuffert. Zum Schallschutz ist festzustellen, dass die betreffende Norm für die Schalldämmung eines Einfamilienhauses keine Mindestwerte vorschreibt. Insofern ist es Sache des Bauherren, wie viel ihm ein bestimmtes Maß an Schallschutz "wert" ist - dies gilt für Einfamilienhäuser aller Bauarten. Mit mehrschaligen Außenwänden aus Massivholzbohlen lässt sich eine gute Schalldämmung erreichen. Kritischer Punkt ist der Trittschallschutz der Decke zwischen Erdgeschoss und ausgebauten Dachgeschoss. Hierfür stehen im Holzbau bewährte Lösungen zur Verfügung, die auch erhöhte Anforderungen an den Schallschutz befriedigen. Die Binsenweisheit, dass Holz "brennt", verleitet oft zu falschen Schlüssen, was den baulichen Brandschutz angeht. Dicke Massivholzbauteile können sehr lange einem Feuer ausgesetzt sein, ohne ihre Tragfähigkeit zu verlieren. Der Grund: Gerät Holz in Brand, bildet sich auf der Oberfläche eine Holzkohlenschicht mit geringer Wärmeleitfähigkeit. Die Holzkohle wirkt wie eine Schutzschicht und verlangsamt das Vordringen des Brandes in den Balkenquerschnitt. Während sich Stahlträger unter Hitzeeinwirkung schnell und ohne "Vorwarnung" verformen, behalten massive Holzkonstruktionen ihre Tragfähigkeit länger. Bei Einfamilienhäusern stellen alle Landesbauordnungen keine ausdrücklichen Anforderungen an den Brandschutz. Die Feuerwiderstandsklasse F30 wird von Bauteilen aus purem Massivholz mühelos erreicht. In Kombination mit Gipsfaserplatten oder anderen unbrennbaren Baustoffen lassen auch höhere Feuerwiderstandsklassen erzielen. FazitDas Naturmaterial Holz kann sich im Wettbewerb der Baustoffe nicht nur behaupten, sondern schlägt in einigen Disziplinen seine Mitbewerber deutlich. Nähere Informationen erhalten Sie bei: Lernen aus Schäden im Holzbau >> Gartenhäuser >> Holzbau Bauen mit Holz |
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